Wetterballon der JTS erreicht die Stratosphäre

Unterstützt von Lehrer Hendrik Pfeffer bereiteten die Schülerinnen und Schüler der 7G2 den Start vor.Haiger, 18.09.2026.

Monatelange Vorbereitung, ein spannender Flug und eine erfolgreiche Bergung: Am Donnerstag startete gegen 10.45 Uhr mit tosendem Applaus von hunderten Schülerinnen und Schülern der Wetterballon der Johann-Textor-Schule in Haiger. 

Nach rund 140 Minuten landete die Sonde auf einer Wiese im Vogelsberg und konnte dort von einer Schülergruppe in Begleitung von Lehrkräften geborgen werden. Damit stehen der Schule nun sowohl die aufgezeichneten Messdaten als auch die Kameraaufnahmen des Fluges zur Auswertung bereit.

Seit Februar hatten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7G2 gemeinsam mit dem Klassenlehrer Max Faber den Flug geplant und vorbereitet. Die Sonde wurde durch die Gruppe durch Unterstützung des Lehrers Michel Waldschmidt mit zahlreichen Sensoren zur Erfassung von Wetter- und Umweltdaten sowie mit Kameras ausgestattet. Der Ballon stieg bis auf etwa 36 Kilometer Höhe und damit weit in die Stratosphäre hinauf. Auch die vorausberechnete Flugroute wurde recht genau eingehalten.

Mit viel Beifall wurde der Ballon auf seinen Weg in die Stratosphäre geschickt.Für besondere Spannung sorgte der Ausfall der GPS-Positionsübertragung während des Fluges. Ab diesem Zeitpunkt musste das Team darauf vertrauen, dass die Berechnungen und Vorbereitungen stimmten. Gemeinsam ermittelte das Team, dass sich die Flughöhe auch aus den weiterhin übertragenen Luftdruckdaten berechnen ließ. So konnten sie nachvollziehen, ob der Ballon noch stieg oder bereits geplatzt war und seine Rückkehr zur Erde begonnen hatte.

„Kinder brauchen große Aufgaben, um ihre im Unterricht erworbenen Fähigkeiten anzuwenden“, lautet das Fazit des Projektteams. Unter Zeitdruck und großer Aufregung hätten die Jugendlichen Beachtliches geleistet.

Der Start war Teil des Projekts „SkyMi – Mittelhessen hebt ab“, bei dem insgesamt acht Wetterballone gestartet wurden. Organisiert wurde es vom Schülerforschungszentrum Mittelhessen gemeinsam mit den drei mittelhessischen Hochschulen und dem Forschungscampus Mittelhessen. Unterstützt wurde das Gesamtprojekt außerdem von der Hessischen Staatskanzlei und dem Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen.