StartArchivArchiv 2010Rotasia und Tarantelle

Rotasia und Tarantelle

Paulina Monno (6G1) interpretierte gekonnt und virtuos  "Tarantelle" von Johann Kaspar Merz.Haiger, 01.07.2010.

Trotz der großen Hitze zog es am Dienstagabend mehrere hundert Zuschauer in den großen Saal der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in der Haigerer Schillerstraße. Dort fand das alljährliche Sommerkonzert der Johann-Textor-Schule Haiger statt - ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Schule.

Organisiert worden war das Konzert, das sich um Sicherheit und Unsicherheit der Welt drehte, von einem Team um die Musiklehrer Jürgen Poggel und Christa Majer. Den Auftakt bildete der gesellschaftskritische Song "Herzlich Willkommen, in unsrer schönen neuen Welt" der Multi-Kulti-Band Culcha Candela, der vom Förderstufenchor und dem Kurs Musik der zehnten Klassen aufgeführt wurde. Es folgten weitere Chorbeiträge wie "Orchester in mir" oder "If a song" sowie etliche musikalische Solisten, die die Zuschauer an Klavier, Gitarre, Akkordeon, Violine und Geige in ihren Bann zogen. Auch eine Tanzeinlage nach "Hannah Montana" der Klasse 6F5 gehörte mit zum Programm.

Abgerundet wurde der Konzertabend durch das Kurz-Musical "Rotasia", das der Chor der Förderstufe (Leitung: Christa Majer) einstudiert hatte. Die Geschichte, die im Morgenland spielt, handelt von Kindern, die in Rotasia leben: Einem Land, in dem alle Menschen gleich aussehen, das keine Fremden kennt und in dem alles so bleiben soll, wie es immer schon war. Als der Prinz von Rotasia ein Buch findet, in dem eine Karte mit anderen Ländern verzeichnet ist, können seine Untertanen kaum glauben, dass es außer ihnen noch andere Menschen auf der Welt geben soll. Ihr Verhalten ist von Misstrauen und Ablehnung geprägt, bis sie schließlich feststellen, dass andere Menschen zwar anders aussehen und leben, aber nicht gefährlich sind und sogar zu Freunden werden können.

Der Förderstufenchor unter Leitung von Christa Majer stellte das Musical "Rotasia" vor.

Das Lied "Wenn aus Fremden Freunde werden" verdeutlichte dies und lud zu Offenheit und einem freundschaftlichen Miteinander ein. Nach dem Konzert gab es die Möglichkeit, sich an einem Stand im Foyer über das von der Haigererin Natilla Nersesyan initiierten NASCO-Projekt in Ghana zu informieren, das seit einigen Jahren von der Johann-Textor-Schule unterstützt wird.

(Haigerer Kurier, 01.07.2010, Text und Fotos: df.)

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 05. Juni 2012 23:18

Zum Anfang