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Textorianer gehen auf Schatzsuche

Haiger, 16.12.2020

Textorianer gehen auf SchatzsucheSeit Dezember 2020 bietet die Johann-Textor-Schule eine Geocaching-AG an. Unter Leitung von Yannic Diesner, Lehrer für Mathematik und Biologie an der Fritz-Philippi-Schule Breitscheid und mit Unterstützung von Klaus-Dieter Schwunk, Vorsitzender des Förderkreises, geht es für 2 Gruppen jeweils dienstag- oder mittwochnachmittags auf Schatzsuche.

Beim Geocaching macht man sich unter Zuhilfenahme eines GPS-fähigen Geräts auf die Suche nach einem sogenannten „Cache“. Dies ist meist ein kleiner Plastikbehälter, in dem sich ein Logbuch befindet, in das sich erfolgreiche Finder eintragen dürfen. Manchmal sind auch kleinere Gegenstände, etwa zum Tauschen, dabei. Wichtig ist, dass der Cache danach wieder an der gleichen Stelle versteckt wird, um Anderen den Spaß an der Suche nicht zu verderben. Zum Abschluss wird der Fund auf den Internetseiten, die den Cache veröffentlichen, vermerkt.

Varianten sind etwa der „Multicache“, bei dem Stationen mit verschiedenen Aufgaben gelöst werden müssen, um die GPS-Koordinaten des Caches herauszufinden, z.B. durch Zählen der Fenster eines Gebäudes oder der „Mystery-Cache“, bei dem vorher die unterschiedlichsten Rätsel im Internet gelöst werden müssen.

Textorianer gehen auf Schatzsuche„Geocaching ist toll, denn es motiviert Kinder, in die Natur zu gehen. Sie lernen, sich im Wald zu orientieren und mit seinen Bewohnern zurecht zu kommen.“ erklärt Schwunk auf die Frage, warum es ein solches Angebot gibt. „Das Entdeckungsfieber wird geweckt. Man geht mit anderen Augen durch die Welt und findet Orte, die man sonst sicher übersehen hätte.“ ergänzt Diesner.

Gespannt sind auch die Schüler, was sie erwartet: „Als ich davon gehört habe, wollte ich es sofort ausprobieren!“ freut sich Maxim Bergheim aus der 6F2. „Ich bin gerne im Wald und freue mich darauf, Orte mit Geheimnissen zu entdecken.“ fügt sein Klassenkamerad Lars Ernst hinzu.

In der ersten Stunde heute stehen für die Schülerinnen und Schüler zunächst einmal die theoretischen Grundlagen auf dem Programm. Nachdem geklärt ist, was Geocaching genau ist, wird über die Regeln gesprochen, die man dabei unbedingt beachten sollte. So sollte man z.B. keine Privatgrundstücke betreten, seinen Müll nicht in der Natur entsorgen und auch die Tiere im Wald nicht belästigen. Ganz im Gegenteil, Geocacher nehmen bei ihren Touren sogar gerne einen Müllbeutel mit und sammeln diesen auf.

Textorianer gehen auf SchatzsucheUm ein erfolgreicher Geocacher zu sein, benötigt man außerdem eine Menge Ausrüstung. Neben einem GPS-fähigen Gerät und einem Logbuch, in dem die eigenen Funde aufgelistet werden, braucht man außerdem eine gute Taschenlampe, die neben normalen Licht auch über Schwarzlicht verfügt, um verborgene Inschriften aus fluoreszierender Farbe entschlüsseln zu können. Da verwundert es auch kaum, dass eine umfangreiche Codetabelle mit ins Gepäck gehört. Um an manch gut versteckten Cache überhaupt heranzukommen, benötigt man an Stangen befestigte Magnete oder spezielle Angeln mit Greifhaken, beispielsweise um etwas aus der Höhe herunterzuziehen. Andere Caches sind mit Schlössern gesichert, für die man Hilfsmittel braucht, um diese zu knacken.

Zum professoniellen Geocaching gehört auch, dass man sich ohne GPS im Gelände orientieren kann, etwa mit Karte und Kompass, anhand der Fließrichtung von Gewässern oder dem Moosbewuchs an Bäumen, der einem anzeigt, wo Norden ist. Die erste Hausaufgabe für die angehenden Geocacher lautet daher, sich bis zum nächsten Treffen einen eigenen Kompass zu bauen. „Es war eine sehr lehrreiche erste Stunde. Ich kann mir jetzt gut vorstellen, wie es weitergeht“ fasst Lars seine Eindrücke zusammen.

Im Januar geht es dann zum ersten Mal „raus“ ins Gelände auf die Jagd nach dem ersten eigenen Cache. Später sollen die Schüler dann auch eigene Geocacheplätze auf dem Schulgelände anlegen und diese mit Aufgaben und Rätseln kombinieren, die sie selbst entwickelt haben. Einen „Escaperoom“, also ein Raum, aus dem man nur durch das Lösen von Rätseln entkommen kann, steht ebenfalls auf der Ideenliste. Es bleibt also spannend, wo die Schatzsuche der Textorianer noch hinführen wird.

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