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Martina Stettner mit Charlotte Petersen-Medaille ausgezeichnet

Haiger, 02.10.2025.

Lehrerin Martina Stettner (Mitte) wird mit der Charlotte Petersen-Medaille ausgezeichnet.Am 20. September wurde in Dillenburg die Charlotte Petersen-Medaille an Martina Stettner verliehen. Die Gäste erlebten eine würdevolle Verleihung durch Bürgermeister Michael Lotz und den 1. Stadtverordneten Klaus-Achim Wendel. Höhepunkt der Veranstaltung war ohne Frage die bewegende Laudatio von Ron Volk, dem Sohn eines aus Haiger stammenden Holocaust-Überlebenden.

Ron Volk, Sohn eines aus Haiger stammenden Holocaust-Überlebenden, hielt eine Laudatio.Durch die Rechercheergebnisse, die seinerzeit die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lehrerin Martina Stettner zu den jüdischen Mitbürgern und Mitbürgerinnen in Haiger in einem Büchlein veröffentlichten, erfuhr Ron Volk vom Verbleib seiner Großmutter. „Ich hatte zuvor überhaupt keine Vergangenheit, wusste nichts von meinen Großeltern. Jetzt besitzt das Leben meiner Familie wieder Gedächtnis“, berichtete der Mann aus New Jersey.  Noch heute bestehen gute Kontakte zwischen Martina Stettner und der Familie Volk, die in den USA lebt. 

Ebenso sehr berührend waren die Worte von Nils Fladerer, einem ehemaligen Schüler von Frau Stettner, der berichtete, wie der Geschichtsunterricht Stettners sein Leben beeinflusste und richtungsweisend war: „Ich bedanke mich bei meiner Lehrerin für den Mut und die Leidenschaft, unser Leben geprägt zu haben. Das werden wir nie vergessen.“

Nils Fladerer, ein ehemaliger Schüler, fand lobende Worte für seine Geschichtslehrerin Martina Stettner.Die Geschichte lebendig zu halten ist das Ziel, der seit 2011 alle zwei Jahre verliehenen Charlotte-Petersen-Medaille. Die Journalistin Charlotte Petersen hatte zusammen mit Hilda Heinemann, der Frau des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann, im Jahre 1959 das Hilfswerk Wapniarka gegründet und sammelte Spenden für die Überlebenden dieses Konzentrationslagers. Zur Erinnerung an Charlotte Petersen und in Würdigung ihres Lebenswerkes stimmte die Stadt Dillenburg auf Anregung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dillenburg e.V., deren Gründungsmitglied sie ebenfalls war, der Stiftung einer Charlotte-Petersen-Medaille zu.

Foto mit den ehemaligen SuS der beteiligten Klasse 10R1 (Abschluss 1996)

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